Hanf, Cannabis & Co

31.08.2018 13:33

Cannabidiol (CBD) ist ein kaum psychoaktives Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf Cannabis sativa / indica. Medizinisch wirkt es entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und gegen Übelkeit. Weitere pharmakologische Effekte wie z. B. eine antipsychotische Wirkung werden erforscht.

Hanf zählt zu den ältesten und vielseitigsten Nutzpflanzen der Erde. Die Hanfpflanze wächst äußerst schnell und kann mit guter Nährstoffversorgung bis zu 5m Wuchshöhe erreichen. Ausserdem ist sie sehr robust und gilt als ein guter Bodenverbesserer, da ihre Wurzeln bis zu 1,5m in den Boden reichen.

Die EU erlaubt ihren Mitgliedsländern, Hanfsorten anzubauen, welche im EU-zertifizierten Saatgutkatalog gelistet sind und einen THC Gehalt von unter 0,2 % aufweisen. Diese gelisteten Sorten können somit nicht für berauschende Zwecke eingesetzt werden.

Hanf bietet für die Industrie reichlich viele Anwendungsmöglichkeiten

  • Textilien
  • Papier
  • Baumaterial
  • Nahrungsmittel
  • Kosmetik
  • Tierfutter
  • Nahrungsergänzungen
  • Öle
  • Medizin

Cannabis Inhaltsstoffe - Wirkung

Wenn man das Wort Cannabis hört, denkt man sofort an eine Pflanze mit berauschender Wirkung. Was viele nicht wissen, Cannabis wird immer mehr auch als Medizin eingesetzt. In Cannabis wurden bereits über 500 verschiedene Inhalsstoffe nachgewiesen. Neben weit über 100 Cannabinoiden liefert die Pflanze auch wertvolle Vitamine, Proteine, Aminosäuren, Ätherische Öle, Flavonoide, Fettsäuren und viele andere positive Wirkstoffe.

Das wohl bekannteste Cannabinoid ist THC, an welches man womöglich anfangs denkt. Liegt der Anteil eines Cannabis-Produktes unter dem gesetzlichen EU-Wert von 0,2 % THC, kann man es legal erwerben und konsumieren. In der Schweiz liegt der Grenzwert unter 1 %.

Neben THC gewinnt Cannabibiol (CBD) immer mehr an therapeutischer Bedeutung. Anders als bei THC mach CBD nicht high. Immer mehr Studien belegen äußerst positive Wirkungen.

Die Phytocannabinoide, Terpene und Flavonoide sind körperliche, chemische Stoffe, die auf das menschliche und tierische Endocannabinoid-System wirken. Die Rezeptoren dafür befinden sich vor allem im Gehirn und an vielen anderen Körperstellen. CBD ist in der Lage mit den Zellen zu interagieren.

Direkt oder indirekt beeinflusst CBD:

Die Schmerzregulation
- an den Vanilloidrezeptoren

Den Schlaf-Wach-Zyklus
- an den Adenosinrezeptoren

Die Stimmungs- und Stressbewältigung
- an den Serotonin-Rezeptoren


CBD Studien

Neben zahlreichen Studien über THC wurden in den letzten Jahren vermehrt Studien von CBD durchgeführt.

Studien belegen inzwischen vermehrt therapeutische Wirkungen gegen Epilepsie, Angsstörungen, Schlafstörungen, Übelkeit, Psychose, Depression und sogar Krebserkrankungen.

Quelle: www.cannabis-med.org


Begrifflichkeiten

HANF

Hanf ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hanfgewächste.

CANNABIS

Cannabis ist das lateinische Wort für Hanf

MARIHUANA

Als Marihuana bezeichnet man die getrockneten Blüten der weiblichen Pflanze. An den Drüsenhaaren dieser Pflanze sitzt das Harz, in welchen hohe Konzentrationen von THC, CBD und anderen Cannabinoiden vorkommen


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