Sind Handys gefährlich

Was heute jeder wissen sollte!
von Dr. med. Hans-Christoph Scheiner, München


Bei der Hochfrequenzbelastung, z. B. durch mobile Telefone Funktelefone. "Handys" und insbesondere durch ihre Sendemasten unterscheiden wir die thermischen von den nichtthermischen Effekten. Für die deutsche und europäische Grenzwertsetzung- sie liegt wesentlich höher wie die Grenzwerte der ehemaligen Sowjetunion- wurde unverständlicherweise ausschließlich der thermische Effekt berücksichtigt. Die vielfältigen wissenschaftlichen Arbeiten über die nichtthermischen Effekte bis zum Jahr 1990 wurden allein 10.000 Veröffentlichungen über Elektrosmog registriert. jährlich kommen 300 bis 400 alleine in den USA dazu wurden dabei weitestgehend bis völlig unberücksichtigt gelassen. Ebenso die Erfahrungswerte aus der ehemaligen Sowjetunion und den Ostblockländern.

Zunächst jedoch zur Begriffsbestimmung: Handys. mobile Telefone, ihre Bordstationen und Sendemasten arbeiten mit Mikrowellen unterhalb des sichtbaren Lichtes sowie des Infrarotlichtes in einem Frequenzbereich zwischen 3x10^8 bis 3x10^11Hz. Dabei handelt es sich also um nichtionisierende elektromagnetische Strahlen. Abzugrenzen davon sind die ionisierenden noch höher schwingenden UVStrahlen sowie die Gammastrahlen. Unterhalb dieser Mikrostrahlen liegen die Rundfunkwellen mit etwa 3x10^5 Hz und der Niederfrequenzbereich unserer üblichen Stromversorgung. Welcher mit einem Wechselfeld von 50 Hz arbeitet.

Die Problematik und juristische Angreifbarkeit der deutschen und europäischen Grenzwertsetzung ergibt sich aus dem bereits oben vermerkten Manko, dass für die Grenzwertsetzung nach der Norm ausschließlich der thermische Effekt ausschlaggebend war.

Auch wenn der thermische Effekt in dieser Zusammenfassung nur gestreift werden soll, sei doch erwähnt, daß durch die komplizierten geometrischen Gegebenheiten der Schädelbasis mit seiner vorderen, mittleren und hinteren Schädelgrube vielfältige Überlagerungs- und Echophänomene entstehen können, so daß beim häufigen Telefonieren mit leistungsstarken Handys mit ihrer Antenne dicht hinter dem Ohr sogenannte "hot spots" im Gehirn mit partieller Überhitzung des Nervengewebes durchaus zu befürchten sind.

Interessanter Weise wurde der Nobelpreis für Medizin im Jahre 1991 für die Entdeckung der Ionenkanäle in den Zellmembranstrukturen vergeben. Es zeigte sich. daß bereits minimale Feldstärken von 0,001 mW/cm^2 zur Informationsübermittlung genügten und Fellleistungen (Über-oder Unterproduktion) im Körper verursachen können. Im Vergleich hierzu wirken auf den Kopf eines Handy-Benutzers bis über 1 mW/cm^2 ein!

Wie der Biophysiker U. Warnke von der Universität des Saarlandes ausführt ,können bereits minimale elektromagnetische Feldveränderungen die Zellmembran nachhaltig stören. Dies verursacht weitestgehende Störungen der Zelle bis zum vollständigen Zelluntergang, letztlich die Ursache des heute immer häufiger zu beobachtenden "pathologischen Energiedefizites (PED). identisch mit dem erstmals in Amerika beschriebenen Chronik Fatique Syndrom (CFS).

Aber nicht nur die störende und zerstörende Wirkung der Hochfrequenzen auf Zellstrukturen und ihre Informationen ist bekannt; auch ihre Fähigkeit zur Erbgutveränderung (mit allen Folgen genbedingter Mißbildungen und vermehrter Krebsgefährdung) wird immer deutlicher. Eine geradezu dramatische Steigerung ihrer Bedenklichkeit finden die Hochfrequenzen in der aktuellen Mobilfunktechnik durch die zusätzliche niederfrequente Pulsung in ihrer Strahlung: sowohl Basisstationen und Masten als auch die Handys selbst ebenso wie die schnurlosen Heimtelefone in der DECT-Technik arbeiten nicht mit einem zeitlich kontinuierlichen Frequenzband, aus welchem die Sprachinformationen schlussendlich in akustische Signale umgesetzt werden. Vielmehr werden um mehrere Handys (bis zu 8 pro Sender) gleichzeitig bedienen zu können die Gesprächsinformation in kleine "Pakete" komprimiert und im festen "Achteltakt" abgestrahlt. Zwischen diesen Paketen liegt ein Ruhesignal. So entsteht eine "Pulsung", bei der wie die Perlen auf einer Kette, im festen Takt Informationen und Ruhepausen folgen. Dies führt bei einem Handy oder einem mit 1Hand belegten Sender zu einem 217 Hz Puls. Je nach Gesprächsbelegung erhöht sich der Puls einer Basisstation dann z.B. auf 434 Hz bei 2 Handys oder maximal 1736 Hz bei voller Belegung des Senders mit 8 Handys. Diese gravierende Pulsung ist mit entsprechenden Meßgeräten leicht und deutlich nachweisbar. Nun ist aber aus der Physiologie bekannt, dass niederfrequente Schwingungen im Körper zum Teil lawinenartige Steuerungsprozesse auslösen können.

Wie der Biophysiker der Universität Lübeck v. Klitzing als einer der ersten erkannte, reagiert der Körper auch besonders empfindlich auf die niederfrequenten Pulsationen, die beim GSM-Netz auf den Hochfrequenzbereich aufmoduliert sind. Niederfrequente periodisch wiederkehrende Frequenzmuster sind offensichtlich biologische Signale, die wichtige Auslösefunktionen für den Stoffwechsel, das Hormonsystem, das Immunsystem, für den Schlaf-Wach-Rhythmus, etc. beinhalten. Durch die niederfrequente Pulsung der hochfrequenten Handy-Netze sind somit vielfältigste Entgleisungen unserer "Biorhythmik" in unseren Stammhirnregionen bis zu einem dramatischen Abfall unseres Immunsystems und einer deutlichen Steigerung unserer Krebsgefährdung zu erklären.


 In Osteuropa und der früheren Sowjetunion wie schon erwähnt bestanden aufgrund der Berücksichtigung auch der nicht thermischen Wirkung von Mikrowellen Grenzwerte von 0,01 mW/cm2. Dieser niedrigere Grenzwert wurde wegen langjähriger Beobachtungen beginnend seit 1933 festgelegt. So traten bei den Exponierten von Rundfunksendern Kopfschmerzen, Augenschmerzen und vielfältige vegetative Symptome auf, die sich bei weiterer Exposition zu Herzrhythmusstörungen, Schwindelattacken, Reizbarkeit, Depressionen, reduzierter geistiger Leistungsfähigkeit, zu Konzentrationsstörungen, Gedächtnisverlust, Haarausfall, Appetitlosigkeit, Melancholie, Halluzinationen, bis hin zu Psychosen entwickelten; weiterhin fand man einen Abfall der Lymphozyten, gehäuft Grauen Star, Sterilität, vermehrt Geburten von Mädchen und weniger Jungen, vermehrt Fehlgeburten, generelle frühere Kindersterblichkeit; ferner EEG-Veränderungen, auch EKG-Veränderungen bei Radartechnikern. Beschrieben wurden diese Veränderungen z.B. durch Gordon und Malysew in Petersburg.


 Forschungen aus der USA in den achtziger Jahren kamen mit 15jähriger Verspätung wie die damaligen sowjetischen Untersuchungen zu ähnlichen Ergebnissen: beschleunigte Lymphozytenzellteilung, genetische Veränderungen in Form von Geburtsmißbildungen und Chromosomenaberationen bei Versuchstieren, Erbschäden bei Pflanzen und Insekten (Hiller). Ferner Leukämie und Blutkrebs bei Versuchstieren nach Bestrahlung mit Hochfrequenzen; die Unfähigkeit von Leukozyten zur normalen Zellteilung. Derartiges beschrieb auch der polnische Genetiker Czerski. Forschungen an der Universität Heidelberg im Jahr 1984 durch Dr. Andras Varga erbrachten, daß Hühnerembryos, die mit Mikrowellenbestrahlung unter der zulässigen Grenzwertbelastung von 2,5 mW/cm^2 bestrahlt wurden, innerhalb weniger Stunden verstarben. Wurde die Mikrowellenintensität weiter abgesenkt, traten immerhin noch Mißbildungen auf. Der Neurobiologe Peter Semm von der Universität Frankfurt bestrahlte Zebrafinken jeweils eine halbe Stunde mit Wellen von der Qualität des GSM-Netzes. Rund 60% der Nervenzellen im Gehirn der Versuchstiere war dadurch im Austausch ihrer elektrischen Signale beeinträchtigt. Versuche mit Grillen zeigten ein beeinträchtigtes Reflexverhalten an den Hinterbeinen der Insekten. Auch Brieftauben wurden durch den Neurobiologen der Handy-Strahlung ausgesetzt mit der Folge verzögerter Melatonin-Produktion im Hirn der Vögel, was bei dauernder Bestrahlung zu einer Art "Jet-lag" führt.

Gehäufte Gehirntumorbildung und vermehrte vegetative Symptomatik in der Nähe von HochfrequenzSendern sind beschrieben. So berichtet der Facharzt für Allgemeinmedizin Egbert Kutz aus der Ortschaft Vollersode (Niedersachsen) von einer absolut ungewöhnlichen Anhäufung von sechzehn Fällen von Gehirntumoren, die fast alle zwischen zwei Hochfrequenzsendemasten, nämlich einem mit einer Radaranlage der Bundeswehr, sowie einem mit Mobilfunk- und Richtfunksendern der Telekom aufzufinden waren. Die grafische Skizze des Lageplans der Wohnungen der mittlerweile fast sämtlich verstorbenen Patienten belegt mehr als viele Worte den ursächlichen Zusammenhang zwischen Tumorbildung und Hochfrequenzexposition mit einer Evidenz, an der wohl nicht zu rütteln ist.

Textquelle: Ing.Andreas Kavalirek